Vor meinem 10. Marathon

September 30th, 2011

Als ich 2006 mit Sylvia nach Graz zog, war mein großes Ziel, einmal einen Marathon zu laufen. Am Sonntag, 2. Oktober 2011, werde ich, wenn nichts mehr dazwischen kommt, meinen 10. Marathon laufen. Nach meinem krampfgeprägten Debüt im Frühjahr 2007 in Wien in 3 Stunden 16 Minuten 51 Sekunden, konnte ich meine Marathonbestleistung in diesem Frühjahr auf 2 Stunden 46 Minuten und 32 Sekunden verbessern. Diese Verbesserung von einer halben Stunde ist Resultat unzähliger Trainingskilometer und war alles andere als eine kontinuierliche Vorwärtsentwicklung. Scheinbare Rückschritte und Verletzungen stellten sich im Nachhinein als wichtige Schritte für eine neue Bestzeit heraus. Ich denke, wer in jedem Marathon eine Bestzeit laufen möchte, läuft nicht viele Marathons. Es geht darum die Vorbereitung und das Rennen in einem größeren Zusammenhang als Voraussetzung für zukünftige Spitzenleistungen zu sehen. So ist es auch leichter in schwierigen Phasen motiviert zu bleiben.

Wie im Leben so geht es auch beim Laufen mehr um Read the rest of this entry »

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Schilcherlauf 2011 – Schilcherhalbe

September 11th, 2011


Nach drei harten Vorbereitungswochen und rund 620 Laufkilometern im Monat August stand als Test für den Marathon in Bregenz Halbmarathon beim Schilcherlauf in Stainz am 03. September 2011 am Trainingsprogramm. Als Abschluss der Regenerationswoche sollte dieser Lauf einen Anhaltspunkt über die gegenwärtige Form und den Trainingsfortschritt geben. Dabei wird in der Trainingswoche vor dem Halbmarathon die Trainingsintensität deutlich reduziert. Während ich in den drei vorangegangenen Wochen im Schnitt 145 Kilometer gelaufen war, kam ich in der Entlastungswoche inklusive Schilcher-Halbmarathon auf knappe 100 Kilometer. Montags und Mittwochs wird mit Intervallläufen das geplante Halbmarathon-Tempo geübt, Donnerstag und Freitag stehen nur noch ruhige und kurze Regenerationsläufe am Programm. Samstag früh vor dem Wettkampf werden noch zwei mittelschnelle Kilometer gelaufen, um den Muskeltonus zu heben und den Organismus auf die nachmittägliche Herausforderung vorzubereiten. Diese Vorbereitungsroutine garantiert im Normalfall super schnelle Beine. Bei Normalbedingungen ist auch eine persönliche Bestzeitkeine Seltenheit. Read the rest of this entry »

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Once A Runner – Buchtipp für Läufer

August 17th, 2011

Woche zwei meiner achtwöchigen Vorbereitung für den Bregenz Marathon am 2. Oktober. In den letzten zwei Wochen habe ich mehr als 270 Kilometer nach Peter Greif runter gespult, was angesichts der hochsommerlichen Verhältnisse und so manchen beruflichen und privaten Verpflichtungen eine Herausforderung darstellte. Hier war vor allem der Kopf gefragt. Tägliches Training erfordert eine angemessene Einstellung. Es geht darum, zum richtigen Zeitpunkt das richtige zu denken; den Gedanken “Ja, ich gehe jetzt laufen und freue mich darauf!” in den Kopf zu bekommen und darauf zumindest solange zu fokussieren, bis man in den Laufschuhen steckt und den ersten Kilometer zurück gelegt hat. Ist man einmal unterwegs, dann ist die größte Hürde bereits bewältigt.

Die passende Gehirnnahrung kann dabei von großer Unterstützung sein. Nach der Lektüre von Born To Run begab ich mich schnell auf die Suche nach ähnlicher Lauflust-machender Lektüre und stieß dabei auf einen Klassiker der Laufszene. Mit Beginn einer neuen Marathon-Vorbereitungsphase war dann der richtige Zeitpunkt für die Lektüre gekommen. John L. Parker, Jr.s Roman über einen jungen Mittelstreckenläufer  benötigt zwar etwas Anlaufzeit, wird dann aber bald zu einer unterhaltsamen, interessanten und höchst motivierenden Lektüre für den ambitionierten Läufer.

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Nahrung für’s Laufen

August 3rd, 2011

Was wir in unsere Köpfe lassen beeinflusst unsere Motivation in einem Maße, das man nicht für möglich halten würde. Denn Motivation und Commitment passieren uns nicht, wie etwa das Wetter, noch hängen sie von unseren Launen ab, wie man vielleicht meinen mag. Es ist genau umgekehrt. Unsere Stimmung hängt von unserer Motivation ab und diese wird bestimmt von den (Gedanken-)Prozessen in unserem Kopf.

Wie schlechtes oder schweres Essen unseren Organismus und Stoffwechsel belastet, so belastet schlechte oder negative intellektuelle Kost unsere Psyche. Das betrifft sowohl den privaten als auch den beruflichen Teil unseres Lebens – und natürlich auch den Sport.

Ich bin leidenschaftlicher Läufer. Immer wieder werde ich gefragt, wie ich es schaffe, jeden Tag in die Laufschuhe zu schlüpfen und zu laufen. Für viele ist das unvorstellbar. Oder sie schreiben es einer beruflichen Tätigkeit zu, die einem viele freie Stunden ermöglicht. Bei Berufssoldaten und Polizisten soll das ja tatsächlich der Fall sein. Angeblich leben die im Läuferparadies: bezahltes Lauftraining.

Als Selbständiger habe ich natürlich mehr Freiheiten, mein Training zu gestalten, als ein Angestellter. Jedoch würde es auch für mich nichts Leichteres geben, als eine Erklärung (oder Ausrede – wie man’s nimmt) zu finden, nicht laufen zu gehen.

Das hat nicht’s mit dem Beruf zu tun sondern einzig damit, Read the rest of this entry »

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Steir. Akademische Meisterschaften

May 12th, 2011

Am Mittwoch, 11.05.2011, standen die Steirischen Akademischen Meisterschaften über 5.000 m auf der Bahn am Programm. Gelaufen wurde am USI Rosenhain, ein wirkliches Heimrennen für mich. Nur eine halbe Woche nach dem anstrengenden Welschlauf, musste ich in den Tagen vor dem Lauf voll auf Regeneration setzen, um einigermaßen frisch zu diesem Rennen antreten zu können. Vor allem die Bergabpassagen am Welsch hatten mir muskulär ziemlich zugesetzt. Besonders betroffen waren die Muskulatur entlang der Schienbeine und die vordere äußere Oberschenkelmuskulatur.

Am Montag verzichtete ich daher auf eine Laufeinheit, radelte gemütlich eine Stunde am Rad aus und konnte sogar eine Massage kurzfristig organisieren. Für eine Cranio von Sylvia blieb leider keine Zeit mehr. Aber auch die Massage trug sehr zu einer raschen Regeneration bei. Read the rest of this entry »

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