May 9th, 2011

Nach zwei Regenerationswochen im Anschluss an den Linz Marathon 2011 nahm ich das reguläre Training wieder auf und legte das Augenmerk dabei auf kurze, spritzige Einheiten. Diese stark anaeroben Läufe verkraftete ich so gut, dass ich mich zehn Tage vor dem Welschlauf entschied, für den Viertelmarathon zu nennen. Aufgrund meiner Größe und meines für Läufer relativ hohen Gewichts zählt der Berg nicht zu meinen Lieblingsterrains. Meine sehr gute Form und die neu gefundene Tempohärte stimmten mich jedoch zuversichtlich, auch diese Prüfung gut zu bestehen.
Auf gezieltes Bergtraining hatte ich verzichtet und verließ mich auf Erfahrung und Gespür. Die Erholung seit dem Marathon war lange genug, um an diesem Tag meine Grenzen zu testen. Darauf galt es sich vor allem vorzubereiten. Mindestens 80 % spielen sich, meiner Meinung, im Kopf ab. Dort werden die Voraussetzungen gesetzt für eine Spitzenleistung. Dort befindet sich der Hebel, um die unbewussten Bremsen noch weiter zu lösen. Dort liegt der Schlüssel, die Schleusen vollends zu öffnen, um alle Energie in Bewegung zu setzen.
Der Tag war herrlich, Read the rest of this entry »
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April 10th, 2011

Irgendwie ist mir das alles zu schnell gegangen: die mehr als 1.600 Vorbereitungskilometer seit Jänner 2011, die zwei Taperingwochen und vor allem der heutige Marathon, mein neunter. Rückblickend kommt mir vor allem letzterer ziemlich unwirklich vor. Fast wie ein Traum. Zeitweise war’s alles andere als ein süßer aber dazu später mehr.
Peter Greifs Trainingsvorgaben haben, seit ich sie in die Laufpraxis umsetze, Wirkung gezeigt. Ganzheitlich. Auch und vor allem wenn ich meinen körperlichen Zustand jetzt nach dem Marathon als Kriterium heranziehe, spüre ich, mein Körper hat sich verändert. Selbstverständlich ist das nicht von selbst gegangen und so hat mir auch die Auseinandersetzung mit der Herausforderung Marathon ein wichtiges fundamentales Lebensprinzip aufgezeigt: Beharrlichkeit sticht Talent. Dieses Prinzip offenbarte sich mir schon während meiner Fußballkarriere und auch jetzt beim Marathonlaufen kann ich mich voll und ganz darauf verlassen.

Beharrlichkeit war auch heute in Linz auf der neuen, attraktiven Marathonstrecke die wichtigste Tugend. Was heute keine Chance hatte, war ein weiterer für mich beim Marathonlaufen wichtiger Faktor: Rhythmus. Den gab nämlich der Wind vor und dieser, wie es eben so ist mit ihm, hat da eine ganz andere Definition davon.
Gestartet wurde bei strahlendem Sonnenschein und noch recht kühlen Temperaturen von acht, neun Grad. Der hitzesensible Mensch spürte aber gleich: die Sonne sticht. Aber weder Sonnen noch hohe Temperaturen hatten heute als Engpassfaktoren eine Chance gegen das Lüfterl, dass von Beginn an spürbar und immer mehr spürbar durch die Straßen von Linz pfeifen sollte.
Los geht’s in Linz auf der Autobahnbrücke. Was fein ist, weil man kurz vor Brückenmitte startet und schon nach wenigen Laufmetern in den Genuss einer fast 500 Meter langen Abwärtspassage kommt. Da heißt es dann rechtzeitig wieder Tempo raus nehmen, woran Read the rest of this entry »
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March 13th, 2011
Nach dem sehr zufriedenstellenden 10 km Wettkampf in Gabersdorf schloss ich die Entlastungswoche der Vorbereitung für den Linz Marathon am 10. April 2011 mit einem Halbmarathon am 13.03.2011 ab. Die dritte Auflage der VCM Winterlaufserie passte perfekt in den Plan und so folgte ich Sylvia nach Wien, um meine Laufform einer weiteren Prüfung zu unterziehen.
Wir stiegen feudal im Lindner am Belevedere (danke Vinzenz Ferk für die Vermittlung) ab und nutzten den Samstag Abend, um mit unserem gemeinsamen Freund Peter Hlinka im Saigon am Getreidemarkt zu dinieren. Da Peter im Sommer von Sturm zur Austria gewechselt hat, sehen wir ihn leider nur mehr ganz selten. Umso schöner war es, das Angenehme mit dem Schönen zu verbinden. Read the rest of this entry »
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March 6th, 2011

(Christoph, Jörg und Christian vlnr – aufs Bild klicken, um in die Galerie zu gelangen)
Der Benefizlauf in Gabersdorf ist im jungen Jahr eine der ersten Möglichkeiten zur (Lauf-)Form Überprüfung in unseren Gefilden. Die Veranstaltung bietet geradezu ideale Voraussetzungen für einen ersten Vergleich mit den Laufkollegen: entspannte, strukturierte Organisation, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke, Zeitnehmung ohne Pentek-Druck. Hier kann man etwas Neues probieren, Grenzen austesten und mit Kollegen und Freunden in einem familiären Rahmen zusammen kommen für Erfahrungsaustausch und einem wohlverdienten Bier und gemütlichen Beisammensein nach der Veranstaltung. Read the rest of this entry »
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December 8th, 2010
Folgende Zeilen habe ich heute an Herrn Patterer geschrieben. Ich beziehe mich dabei auf den in der Kleinen Zeitung vom 8. Dezember 2010 auf den Seiten 12 – 13 erschienenen Artikel: “Wettkandidat dürfte gelähmt bleiben.”

sehr geehrter herr patterer,
an manchen sonn- und feiertagen sehe ich mir die kleine zeitung durch, um zu sehen, was sich da bei ihnen so tut. so auch heute am 8. dezember 2010. besonders aufgefallen ist mir der auf seite 12 und 13 erschienene artikel über den verunglückten wetten-dass kandidaten. ich möchte ihnen kurz meine gedanken und eindrücke zu diesem artikel schildern.
obwohl eingestanden wird “dass aus jetziger sicht keine chance auf vollständige genesung” bestehe – was auch immer “vollständig” dann in einem, fünf oder zehn jahren bedeuten wird – zieht sich ein roter faden der negativität durch diesen artikel. alleine die überschrift für diesen beitrag ist ein paradebeispiel dafür. negativität lässt sich eben am besten verkaufen, so scheint es. dieser faden wird konsequent weiter gesponnen. absatz für absatz dreht sich alles um die drohenden lähmung – obwohl auch das gegenteil möglich zu sein scheint, wie das zitat des leiters des ärzteteams andeutet: “das ist etwas, was ich zum jetzigen zeitpunkt nur mit größter unsicherheit abschätzen kann”. allein diese aussage ließe eine vollkommen anders ausgerichtete (positive) berichterstattung zu. die frage, die sich für mich stellt, lautet: was bezwecken sie als zeitungsmacher mit solch tendenziös negativer berichterstattung? die antwort scheint zumindest in meiner subjektiven wahrnehmung auf der hand zu liegen: Read the rest of this entry »
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