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	<title>CRIScom travel experience flow - The personal website of Christoph Potzinger</title>
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		<title>Vienna City Marathon 2012 &#8211; Rennbericht</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 08:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[flow]]></category>
		<category><![CDATA[running]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei meinem insgesamt elften Antreten stand für mich mit dem Vienna City Marathon nach Boston und Berlin wieder ein großer City-Marathon am Programm. Die Vorbereitung auf den Marathon war zum Teil sehr gut, vor allem verletzungsfrei und gesund verlaufen. In den drei Monaten vor dem Marathon konnte ich mehr als 1.700 Trainingskilometer zurücklegen. Eine typische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_716" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/vienna-city-marathon-2012-quer.jpg"><img class=" wp-image-716 " title="11. Marathon - Wien 2012" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/vienna-city-marathon-2012-quer.jpg" alt="" width="450" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">11. Marathon - Wien 2012</p></div>
<p>Bei meinem insgesamt elften Antreten stand für mich mit dem <a title="Vienna City Marathon" href="http://www.vienna-marathon.com/" target="_blank">Vienna City Marathon</a> nach <a href="http://www.baa.org/" target="_blank">Boston</a> und <a href="http://www.bmw-berlin-marathon.com/" target="_blank">Berlin</a> wieder ein großer City-Marathon am Programm. Die Vorbereitung auf den Marathon war<a title="Trainingsmonat Februar 2012" href="http://www.criscom.at/2012/03/06/trainingsmonat-februar-2012/" target="_blank"> zum Teil</a> <a title="Start in die neue Laufsaison" href="http://www.criscom.at/2012/02/04/start-in-die-neue-laufsaison/" target="_blank">sehr gut</a>, vor allem verletzungsfrei und gesund verlaufen. In den drei Monaten vor dem Marathon konnte ich mehr als 1.700 Trainingskilometer zurücklegen. Eine typische Trainingswoche wurde von zwei Tempoläufen montags und mittwochs sowie einer langen Runde am Wochenende bestimmt. Die lange Runde wurde zu Jahresbeginn von bisher 35 km pro Lauf auf 40 km ausgedehnt. In den letzten acht Wochen lief ich die letzten 3 bis 15 Kilometer der langen Runde im Marathonzieltempo, auch Endbeschleunigung genannt. Davon erwartete ich mir vor allem auf den letzten 12 Kilometern des Marathons noch mehr Tempohärte.<span id="more-711"></span></p>
<p>Die Wetterbedingungen beim VCM waren ideal: bewölkt bei 9 °C. Nur der immer wieder merklich auffrischende Nordwind verzerrte das Ideal. Am Anfang schob der NO Wind die Läufer auf den ersten Kilometern geradezu in den Prater. In 19:21 min absolvierte ich sehr schnelle erste fünf Kilometer. Beim Verlassen des Praters wurde auf dem Weg Richtung Schwedenplatz entlang des Donaukanals jedoch schnell klar, dass es auf diese Art nicht weitergehen würde: böiger Nordwind machte den Läufern das Leben schwer. Die zweiten fünf Kilometern lief ich in bescheidenen 20:29 min, ein Zeitverlust von mehr als einer Minute. Die nächsten fünf Kilometer führen über die Wienzeile hinaus zum Schloss Schönbrunn, und weiter über die äußere und innere Mariahilfer Straße zur Marathon Halbzeit &#8211; ein leicht ansteigender und durch den auf West drehenden Wind besonders anspruchsvoller und an die Substanz gehender Streckenabschnitt. Spätestens hier wurde mir klar, dass meine Zielzeit von 2:45 Std heute schwer zu erreichen sein würde. Mir fehlte es an Frische für einen lockeren Schritt und den geplanten 3:55 min/km Schnitt. Bei Kilometer 15 fühlte ich mich alles andere als gut &#8211; mein Darm rebellierte. Jetzt galt es umso mehr ein wohldosiertes Tempo zu treffen. Läuft man in diesem Abschnitt zu schnell, sammelt sich zu viel Laktat in den Muskeln an, was sich auf den letzten zehn Kilometern sehr unangenehm in Form von Krämpfen auswirken kann.</p>
<div id="attachment_713" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/vienna-marathon-2012-hoch.jpg"><img class=" wp-image-713 " title="vienna-marathon-2012-hoch" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/vienna-marathon-2012-hoch-682x1024.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Kilometer 31 - Ernst-Happel-Stadium</p></div>
<p>Den ersten Halbmarathon absolvierte ich in 1:23:51 Std. In Anbetracht meiner zwischenzeitlichen Probleme war das zufriedenstellend. Durch das Wegfallen der Halbmarathonläufer kehrte mehr Ruhe ins Feld ein und ich konnte mich einer gleichmäßig laufenden Gruppe anschließen. Mein Zustand verbesserte sich und mit einem Gel konnte ich meine Energiereserven aufstocken. Die 40 KM Läufe machten sich positiv bemerkbar. Während meine Gruppe ab Kilometer 23 merklich langsamer wurde, konnte ich das Tempo halten und lief alleine den Donaukanal zurück zum Prater. Der Prater mit der langen, nie enden wollenden Hauptallee ist ein gefürchteter Streckenabschnitt. Man befindet sich auf einem kritischen Abschnitt. Die Beine sind nach 30 Kilometern bereits müde, die Energiedepots geleert. Die lange Gerade scheint sich endlos dahin zu ziehen. Hier zeigt sich, wie gut man auf den vorangegangenen Kilometern das Tempo gewählt hat. War man zu schnell unterwegs, werden die letzten 12 Kilometer zu einer Qual. Auch mir steckten die Strapazen der absolvierten 30 Kilometer schon merklich in den Beinen, aber mein Schritt war noch kräftig genug, um ein Tempo zwischen 3:58 und 4:00 min/km zu gehen. Einzig der Darm machte mir wieder zu schaffen und ein Boxenstopp in den Büschen wurde unausweichlich. Bei Kilometer 35 verlässt man wieder den Prater und läuft auf der Schüttelstraße dem Ziel entgegen. Ich konnte weiterhin mein Tempo gehen, und sammelte Läufer um Läufer ein. Seit Kilometer 15 hatte mich niemand mehr überholt. Das gibt zusätzlich Energie und macht es möglich, noch ein bisschen mehr aus meinem Körper zu holen. Die ca 100 Meter vor mir laufende Gruppe war seit dem Lustschlössel langsam aber kontinuierlich näher gekommen. Kilometer 39 ging sehr gut. Bei Kilometer 40 hatte ich die Gruppe eingeholt. Nachdem ich mich jedoch ein paar Meter von ihnen abgesetzt hatte, wurde es plötzlich schwer. Ich wurde merklich langsamer. Bei Kilometer 41 hatten drei Läufer wieder zu mir aufgeschlossen und einer begann an mir vorbei zu sprinten. Schnell hatte er 15 Meter Abstand zwischen uns gebracht. Dieses Überholmanöver erweckte die Lebensgeister in mir. Ich grub nochmals tief hinein in meinen Körper und fand genügend Kraft, um zu kontern und überholte ihn wieder zurück. Es blieb aber bei einem kurzen Aufflackern meiner Kraft, mein Schritt wurde wieder schwer und meine Motivation sackte in den Keller. Plötzlich ein Schrei hinter mir. Der Läufer, den ich gerade zurück überholt hatte, sprintete in einem Höllentempo, laut schreiend, wieder an mir vorbei. Das weckte meinen Ehrgeiz ein weiteres Mal, ich holte nochmals alles aus meinem Körper und setzte zu einer Endbeschleunigung an. Meiner Tempoerhöhung hatte er nichts mehr entgegen zu setzen und so konnte ich ihn auf den letzten 200 Metern noch um mehr als 10 Sekunden distanzieren. Somit ging sich mit <a href="http://www.vienna-marathon.com/?marathon=true&amp;nummer=3721&amp;runner=true&amp;wantResult=2012" target="_blank">2:47:48 Stunden</a> noch eine Zeit unter 2:48 aus und mit 1:23:57 Std beinahe ein negativer Split.<br />
Diese Zeit reichte für den <a href="http://results2.pentek-timing.at/results/show_results_db.php?veranstnr=11740&amp;racenr=2" target="_blank">93. Gesamtplatz</a> und Platz 10 in der AK-M40, in der ich drittbester Österreicher wurde.</p>
<p>Eigentlicher Grund für den Start beim VCM war die Teilnahme an den <a href="http://results2.pentek-timing.at/results/show_results_db.php?veranstnr=11740&amp;racenr=14" target="_blank">Österreichischen Akademischen Meisterschaften</a>. Im Rahmen dieser Wertung konnte ich den 4. Gesamtrang erreichen, meine Altersklasse gewinnen und mich zum Österreichischen Akademischen Meister in der AK-M40 im Marathon 2012 küren.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2012%2F04%2F21%2Fvienna-city-marathon-2012-rennbericht%2F&amp;title=Vienna%20City%20Marathon%202012%20%26%238211%3B%20Rennbericht" id="wpa2a_2"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>VCM &#8211; noch 5 Tage</title>
		<link>http://www.criscom.at/2012/04/10/vcm-noch-5-tage/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 10:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine weitere intensive Marathonvorbereitung läuft unwiderruflich auf ihren Höhepunkt zu. Noch sind es fünf Tage bis zu meinem elften Lauf über die klassische Marathondistanz, noch sechs Nächte für guten Schlaf, dem für mich &#8211; und ich glaube, für jeden Läufer &#8211; wichtigsten Regenerationsinstrument. Ich blicke auf eine Vorbereitungszeit zurück, die in ihrem Verlauf der Topographie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_0976-bregenz.jpg"><img class="alignnone  wp-image-704" title="IMG_0976-bregenz" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_0976-bregenz.jpg" alt="" width="450" height="257" /></a></p>
<p>Eine weitere intensive Marathonvorbereitung läuft unwiderruflich auf ihren Höhepunkt zu. Noch sind es fünf Tage bis zu meinem elften Lauf über die klassische Marathondistanz, noch sechs Nächte für guten Schlaf, dem für mich &#8211; und ich glaube, für jeden Läufer &#8211; wichtigsten Regenerationsinstrument.</p>
<p>Ich blicke auf eine Vorbereitungszeit zurück, die in ihrem Verlauf <a href="http://www.baa.org/races/boston-marathon/participant-information/elevation-profile.aspx">der Topographie des Boston Marathons</a> mit verkehrten Vorzeichen ähnelt: ein ständiges Auf und Ab, mit einer, zum Glück, positiven Aufwärtsentwicklung. Vor allem der Februar stellte aufgrund recht großer Arbeitsanforderungen eine bisher nicht gekannte Herausforderung für mein Training dar, die ich, rückblickend, sehr gut gemeistert zu haben vermeine. Ausschlaggebend dafür waren Geduld &#8211; nicht unbedingt meine Stärke &#8211; und die immer stärker werdenden Fähigkeit den Signalen meines Körpers Vorrang vor dem Trainingskalender einzuräumen. Anfang März lief ich dabei noch deutlich hinter meinen Zeiten aus 2011 hinterher, dafür scheint diesmal das Formtiming für den <a href="http://www.vienna-marathon.com/">VCM</a> etwas besser zu stimmen als 2011. Wir werden sehen.</p>
<p>Trainingstechnisch waren <span id="more-703"></span>vor allem die letzten drei Märzwochen sehr fruchtbar. Einen kleinen Rückschritt musste ich durch sechs Seminartage innerhalb von 10 Tagen akzeptieren. Das viele Stehen tat meinen Füßen und Muskeln alles andere als gut und es brauchte fünf Tage bis ich mich wieder frisch fühlte.</p>
<p>Als letzter Anhaltspunkt dienten drei Mal zwei Kilometer im Marathonzieltempo, die ich gestern Abend mit einem Kilometerschnitt von 3:50 &#8211; 3:55 min/km gelaufen bin. Und dieser Lauf stimmt mich ob der guten  Pulswerte und der Spitzigkeit für Sonntag sehr zuversichtlich. Jetzt gilt es, Stress zu minimieren und Erholung und Schlafqualität zu maximieren. Dann sollte bei meinem zweiten Antreten in Wien &#8211; <a title="The VCM – Heaven and hell" href="http://www.criscom.at/2007/04/29/vcm-heaven-and-hell/">meinen ersten Marathon lief ich ebenfalls dort, 2007, in 3:15:59 Std</a> &#8211; eine gute Leistung möglich sein.</p>
<p>Als Ziel habe ich mir einen negativen Split gesetzt. Im Auge habe ich auch eine Verbesserung meines persönlichen Rekordes, aufgestellt am <a title="Linz Marathon 2011 – blowing in the wind" href="http://www.criscom.at/2011/04/10/linz-marathon-2011-blowing-in-the-wind/">12. April 2011 in Linz in 2:46:32 Std</a>. Ob das möglich ist, wird sich nach rund 15 Kilometern zeigen.</p>
<p>Die <a href="http://www.wetter.at/wetter/oesterreich/wien/innere-stadt/prognose/9-tage">Wetterprognose</a> hört sich vielversprechend an: 13 °C und leichter Regen. Wenn der Wind sich bis zu Mittag gedulden kann, dann sind das Bedingungen, die mir sehr liegen dürften. Aber Temperaturen hin und Wind her &#8211; das schöne am Laufen ist, dass die Wahrheit einzig am Asphalt zu finden ist. Die Bedingungen sind für alle Läufer gleich und erfolgreich sind jene, die mit den Bedingungen am Besten umgehen können, die daraus das Bestmögliche machen. Auch wenn ein Marathon vordergründig den Körper zu fordern scheint, das wesentlichste über Erfolg und Misserfolg entscheidende Detail ist im Kopf des Athleten zu finden: sein Denken, die mentale Verarbeitung der Umstände &#8211; vor allem dann wenn der Körper müde und der Sauerstoff knapp werden.</p>
<p><strong>Meine Vorbereitungsstatistik:</strong></p>
<p>Beginn der achtwöchigen Intensivvorbereitung am 20.02.2012</p>
<p><strong>Gesamt: 824 Kilometer, 65:47 Stunden, 8 Läufe über 40 km seit 01.01.2012</strong></p>
<p>Gesamtumfang 2012 (Stand 10.04.2012): 1.650, 86 Einheiten, Kilometerschnitt pro Einheit: 19.1 km</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2012%2F04%2F10%2Fvcm-noch-5-tage%2F&amp;title=VCM%20%26%238211%3B%20noch%205%20Tage" id="wpa2a_4"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Trainingsmonat Februar 2012</title>
		<link>http://www.criscom.at/2012/03/06/trainingsmonat-februar-2012/</link>
		<comments>http://www.criscom.at/2012/03/06/trainingsmonat-februar-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 20:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Beginn unseres neuen Webprojektes für einen Amerikanischen Konzern am 15. Jänner 2012 stiegen die Arbeitsstunden rapide an und damit begann auch die Qualität der Trainingseinheiten abzunehmen. Größte Herausforderung waren vor allem die in den ersten Februarwochen wiederkehrenden Nachtschichten, die sich markant auf die Regeneration auswirkten. Bereits nach dem VCM Halbmarathon am 22. Jänner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4868-feb2012.png"><img class="alignnone  wp-image-698" title="DSCF4868-feb2012" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4868-feb2012.png" alt="" width="450" height="435" /></a><br />
Mit dem Beginn unseres neuen Webprojektes für einen Amerikanischen Konzern am 15. Jänner 2012 stiegen die Arbeitsstunden rapide an und damit begann auch die Qualität der Trainingseinheiten abzunehmen. Größte Herausforderung waren vor allem die in den ersten Februarwochen wiederkehrenden Nachtschichten, die sich markant auf die Regeneration auswirkten.</p>
<p>Bereits nach dem VCM Halbmarathon am 22. Jänner bekam ich Probleme, die Tempoeinheiten zu erfüllen. Hinzu kamen tiefe Temperaturen, die das Laufen zu einer Herausforderung machten. Schlechte Form, schlechte Trainingsbedingungen, Müdigkeit und mentaler Stress ließen mich während der Februartage vollkommen aus dem Rhythmus kommen. Da es wenig Sinn macht, einen müden Körper mit harten Trainingseinheiten oder vielen Kilometern noch weiter zu belasten, legte ich immer wieder Trainingspausen ein, ließ es auch mal mit 70 Wochenkilometern gut sein und versuchte in ruhigeren Wochen mit gutem Schlaf regenerativ aufzuholen.<span id="more-697"></span></p>
<p>Mittlerweile hat sich die Situation, sowohl arbeitstechnisch als auch witterungsbedingt, etwas gebessert. Nachtschichten sind die Ausnahme geworden und ein guter Wochenrhythmus hat sich eingestellt. Nachdem ich die 1. Vorbereitungswoche für den VCM fast vollkommen versäumte, konnte ich in der letzten Woche wieder über 130 Wochenkilometer zurücklegen, garniert mit zwei guten Tempoeinheiten und einem Longjog über 40 Kilometern mit 6 Kilometer Endbeschleunigung in 24:40 Minuten.</p>
<p><strong>Monatspensum Februar:</strong><br />
Gesamt: 420 km, 21 EH, 20 km/EH, 33:05 Std.<br />
2 Longjogs über 40 Kilometer</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2012%2F03%2F06%2Ftrainingsmonat-februar-2012%2F&amp;title=Trainingsmonat%20Februar%202012" id="wpa2a_6"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Start in die neue Laufsaison</title>
		<link>http://www.criscom.at/2012/02/04/start-in-die-neue-laufsaison/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 18:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[running]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern traf sich das Running Team von Stefflhof Adventures &#8211; Vinzenz Kumpusch, Christian Kleineberg, Christoph Potzinger -, Österreichischer Vizemeister im Marathon im Teambewerb, bei Laufschuhexperte Thomas Luttenberger von Intersport Pilz in Leibnitz, um die neuesten Laufschuhe für die Laufsaison 2012 auszufassen. Mit Thomas Luttenberger hat das Team nicht nur einen Fachmann für Laufschuhe zur Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4864-web.jpg"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4864-web.jpg" alt="" title="Laufschuhe Intersport Pilz - Stefflhof Adventures" width="450" height="337" class="alignnone size-full wp-image-692" /></a></p>
<p>Gestern traf sich das Running Team von Stefflhof Adventures &#8211; Vinzenz Kumpusch, Christian Kleineberg, Christoph Potzinger -, Österreichischer Vizemeister im Marathon im Teambewerb, bei Laufschuhexperte Thomas Luttenberger von Intersport Pilz in Leibnitz, um die neuesten Laufschuhe für die Laufsaison 2012 auszufassen. Mit Thomas Luttenberger hat das Team nicht nur einen Fachmann für Laufschuhe zur Seite sondern auch einen verlässlichen und treuen Sponsorpartner.</p>
<p><strong>Start in die neue Laufsaison &#8211; Jänner 2012</strong></p>
<p>Mit dem Silvesterlauf 2011 in Graz erfolgte der Startschuss für die Vorbereitung für die Laufsaison 2012. Durch das warme, trockene und zum größten Teil sonnige Jänner-Wetter boten sich ideale Bedingungen für uns Läufer. Am wohlsten fühle ich mich beim Laufen in einem Temperaturbereich zwischen 5 und 12 °C und so konnte ich das Lauftraining insbesondere in den ersten drei Jännerwochen besonders genießen. Ich fand sehr schnell in einen tollen <span id="more-691"></span>Trainingsrhythmus, ausreichend Schlaf vor Mitternacht ließen mich schnell regenerieren und durch die feinen äußeren Bedingungen konnte ich die Trainingseinheiten kaum erwarten. Nach drei Wochen Training lief ich das 3 x 4.000 m Intervall bereits wieder unter 3:45 min/km. Auch die extensiven Dauerläufe über 40 Kilometer, die sogenannten Longjogs am Wochenende, gingen immer leichter von der Hand. Ich fühlte mich prächtig.<br />
Ein erster Dämpfer stellte sich mit und nach dem Halbmarathon im Rahmen der Winterlaufserie des VCM ein. In Wien präsentierte sich das Wetter von der unfreundlichen Seite mit Schnee, Kälte und böigem Nordwind &#8211; typisches Winterwetter halt, aber ich war ziemlich verwöhnt. Durch die in den davor gehenden Trainingswochen gewonnene Leichtigkeit wuchs auch meine Anspruchshaltung an diesen Lauf. Und wie wir alle wissen ist die Anspruchshaltung keine menschengerechte Haltung. Dieser Lauf war ein gutes Beispiel dafür. Ich ging den Halbmarathon viel zu schnell an und zerschellte sprichwörtlich am Nordwind. Die darauf folgende Trainingswoche musste fast gänzlich für Regeneration herhalten, und die Leichtigkeit schien Lichtjahre her. Ganz erfangen habe ich mich immer noch nicht.<br />
Noch bleiben zwei Wochen bis zum Beginn der achtwöchigen Vorbereitung für den Vienna City Marathon. Jetzt heißt es wieder den Rhythmus finden, Augenmerk auf guten und ausreichenden Schlaf legen und gesund essen.</p>
<p><strong>Eckdaten des Jännertrainings</strong><br />
Monatspensum: 532 km / 29 Laufeinheiten / 18,3 km/EH / 40,5 Stunden</p>
<p>Extensive Dauerläufe<br />
06.01. 40,1 km in 3:12:38 Std<br />
12.01. 40,2 km in 3:11:45 Std<br />
18.01. 40.1 km in 3:10:37 Std<br />
28.01. 40,5 km in 3:16:15 Std</p>
<p>VCM Winterlaufserie Halbmarathon<br />
22.01. 21,1 km in 1:22:43 Std, Rang 10, AK-M40 Rang 2</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2012%2F02%2F04%2Fstart-in-die-neue-laufsaison%2F&amp;title=Start%20in%20die%20neue%20Laufsaison" id="wpa2a_8"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>VCM Winterlaufserie &#8211; erster Test</title>
		<link>http://www.criscom.at/2012/01/24/vcm-winterlaufserie-erster-test/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 20:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[running]]></category>

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		<description><![CDATA[So gute Trainingsbedingungen wie zu Beginn dieses Jahres hat es wohl noch nie gegeben. Durchwegs schnee- und eisfreie Straßen und Wege bei teils herrlichem Sonnenschein machten die ersten Trainingstage des neuen Jahres zum wahren Vergnügen. Bereits im Dezember war es mir möglich, einige sehr gute Grundlageneinheiten über 40 km zu absolvieren. Diesen Rhythmus konnte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_0917.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_0917.png" alt="" title="VCM Winterlaufserie" width="450" height="450" class="alignnone size-full wp-image-685" /></a><br />
So gute Trainingsbedingungen wie zu Beginn dieses Jahres hat es wohl noch nie gegeben. Durchwegs schnee- und eisfreie Straßen und Wege bei teils herrlichem Sonnenschein machten die ersten Trainingstage des neuen Jahres zum wahren Vergnügen. Bereits im Dezember war es mir möglich, einige sehr gute Grundlageneinheiten über 40 km zu absolvieren. Diesen Rhythmus konnte ich mit in den Jänner nehmen und weitere drei Einheiten über 40 km runter spulen, gespickt mit einer giftigen Endbeschleunigung auf den letzten 15 bis 12 Kilometern.<br />
Für die Vorbereitung auf den VCM in Wien habe ich mir heuer schon sehr früh Wettkämpfe ins Trainingsprogramm geschrieben. Sie sollen die wöchtentlichen Tempoläufe über 18 km ergänzen und <span id="more-684"></span>die nötige Tempohärte bringen.</p>
<p>Am 22.01.2012 stand der erste Halbmarathon Wettbewerb im Rahmen der Vienna City Marathon Winterlaufserie am Programm. Bei ungemütlichen Bedingungen fanden sich mehr als 800 Läufer im Wiener Prater ein, um die drei zur Auswahl stehenden Distanzen über 7, 14, und 21 km zu absolvieren. Ich hatte aufgrund der guten Trainingsleistungen einiges vor und dementsprechend ambitioniert begann ich das Rennen. Nach rund 1,5 km fand ich mich in einer flott laufenden Gruppe wider. Auch wenn das Tempo im niederen 3:40er Bereich für meine Verhältnisse etwas zu schnell schien, versuchte ich dran zu bleiben. Vor allem auch, weil der Wind nach ca drei Kilometern auffrischte. Die Läufer vor mir schirmten mich zwar etwas ab, aber ich spürte, dass Tempo und Verhältnisse an die Substanz gingen. Am Ende der ersten Runde war mir klar, dass ich ein zu hohes Tempo angeschlagen hatte. Nach acht Kilometern musste ich dann endgültig abreißen lassen und stand somit auf den nächsten vier Kilometern voll im Wind. Es war das eine schwierige Situation. Das Tempo ging um mehr als 20 Sekunden pro Kilometer zurück. Frust machte sich breit. Jetzt war Wille gefragt. Den Gedanken, nach 2 Runden aufzuhören, konnte ich zum Glück ins Nirgendwo ablenken. Mit dem Wind im Rücken auf das Ende der zweiten Runde zulaufend, konnte ich mich etwas erholen und so noch eine recht passable 3. Runde laufen.</p>
<p>Die Verhältnisse waren an diesem Wochenende alles andere als angenehm, und genau deshalb, glaube ich, dass das eine wichtige Trainingseinheit für mich war &#8211; physisch und mental.<br />
Den Lauf konnte ich sehr gut verkraften und werde Mitte der Woche wieder in den regulären Trainingsplan einsteigen. Am 19. Februar steht der nächste Halbmarathontest auf dem Programm.</p>
<p>Das Ergebnis:<br />
1:22:41 Std / 3:55 min/Km / 15.31 km/h / pos 10 / AK-M40 pos 2<br />
1. Runde in 26:12 min<br />
2. Runde in 28:05 min<br />
3. Runde in 28:05 min</p>
<p><a href="http://results2.pentek-timing.at/results/show_results_db.php?veranstnr=11754&#038;racenr=3">zu den Resultaten auf Pentek &#8230;</a></p>
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		<title>Laufkalender Österreich 2012</title>
		<link>http://www.criscom.at/2012/01/02/laufkalender-osterreich-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Gibt es eine Website mit einem Laufkalender für 2012?&#8221;, mit dieser Frage von Susi und Jean-Pierre konfrontiert, musste ich eingestehen, dass mir eine solche nicht bekannt war. Grund genug für eine Recherche. Als Marathonläufer wusste ich natürlich, dass es für die Marathon-Distanz auf Marathon Austria eine vollständige (?) Liste aller Marathonveranstaltungen in Österreich und international [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Gibt es eine Website mit einem Laufkalender für 2012?&#8221;, mit dieser Frage von Susi und Jean-Pierre konfrontiert, musste ich eingestehen, dass mir eine solche nicht bekannt war. Grund genug für eine Recherche.</p>
<p>Als Marathonläufer wusste ich natürlich, dass es für die Marathon-Distanz auf <a href="http://www.marathonaustria.7host.com/data/kalender.asp">Marathon Austria</a> eine vollständige (?) Liste aller Marathonveranstaltungen in Österreich und international gibt. In der Datenbank kann man auch alle Zeiten und Ergebnisse abfragen. Sehr cool.</p>
<p>Für Volksläufe, speziell regionale Veranstaltungen, über 21,1, 10,5 musste ich Google bemühen.  Sucht man in Google <span id="more-677"></span>mit den Suchbegriffen <a href="http://www.google.com/search?client=safari&amp;rls=en&amp;q=laufkalender+österreich&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8">Laufkalender Österreich</a>, bekommt man zwar 57.500 Ergebnisse jedoch nur zwei relevante Links:</p>
<p>www.sportlive.at/laufkalender.php<br />
www.laufkalender24.at</p>
<p>Während auf sportlive.at die Liste der Veranstaltungen einen sehr fragmentierten Eindruck macht und ich gleich wieder die Seite schließe, wartet <strong>laufkalender24.at</strong> bereits auf der Startseite mit gerade abgehaltene und demnächst stattfindende Wettkämpfe auf. Die Informationen sind auf einem Blick ersichtlich. Sehr cool und absolut aktuell &#8211; soweit ich das beurteilen kann.</p>
<p>Die Suche nach zB dem <a href="http://www.schilcherlauf.at/start_site/home.htm">Stainzer Schilcherlauf</a> direkt <a href="http://www.laufkalender24.at/de/details/149539-Stainzer-Schilcherlauf.html">im Suchfeld</a> auf der Startseite bringt in Sekundenschnelle den passenden Treffer, mit Datum, Ort, Distanz und Höhe. Dass in Stainz auch über 10,5 und 15 km gelaufen wird, wird jedoch nicht angezeigt.</p>
<p>Lässt man das Suchfeld leer und schickt eine Suchanfrage ab, so bekommt man eine umfangreiche Liste von Veranstaltungen in Deutschland, Österreich, und der Schweiz. Diese Suche lässt sich auch filtern. Und im Land/Kanton/Regionen Filter kann man nach Veranstaltungen in zB den Niederlanden, Frankreich oder Spanien suchen. Und tatsächlich: 7 Laufbewerbe in Spanien werden angezeigt sobald man den Regionen Filter auf Spanien setzt. Sicher sind das nicht alle Veranstaltungen in diesem Land, aber immerhin die Marathon-Bewerbe in Barcelona, Madrid, Sevilla und auf Palma werden angezeigt; ebenso der Halbmarathon von Palma im März.</p>
<p>Für Österreich ergibt die Suche über 400 Veranstaltungen (Lauf, Cross, Tri, Duathlon), welche nach Bundesländern, Wettkampfart, -distanz, und Monat gefiltert werden können. Mir unbekannte Veranstaltungen wie der Internationale Steiralauf in Bad Mitterndorf über 50, 30, 25 und 12,5 km oder der Narzissenlauf in Altaussee sind ebenso gelistet, wie Welschlauf, Raiffeisen Businesslauf Graz oder der Vogauer Benefizlauf. Interessanterweise fehlt der Businesslauf am 26.04.2012 am Schwarzlsee. Der Veranstalter scheint es hier offensichtlich nicht für nötig empfunden zu haben, diesen Lauf in den Kalender einzutragen. Das kann man als Veranstalter machen. Dafür gibt es <a href="http://www.laufkalender24.at/de/lauf_anmelden.html">einen eigenen Bereich</a>. Die Anmeldung erfolgt über ein simples Formular, keine Registrierung oder Anmeldung ist notwendig: schnell und unkompliziert.</p>
<p>Mit laufkalender24.at wäre also eine <a href="http://www.laufkalender24.at">Plattform</a> gefunden, die bei der Planung des Laufjahres national und europaweit gute Dienste leistet. Die Datenbank ist umfangreich und wartet mit vielen Details und einem Link zur Website  zur Veranstaltung auf. Auch wenn Alternativen fehlen, weiter braucht der ambitionierte Läufer nicht schauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2012%2F01%2F02%2Flaufkalender-osterreich-2012%2F&amp;title=Laufkalender%20%C3%96sterreich%202012" id="wpa2a_12"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Silvesterlauf Graz 2011</title>
		<link>http://www.criscom.at/2012/01/01/silvesterlauf-graz-2011/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 01:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Weihnachtszeit hat für mich immer eine besondere Note, schließlich fällt mein Geburtstag auf den 24. Dezember. Heuer war es noch dazu die 40. Wiederkehr meiner Geburt. Während ich mich in meiner Zeit als Fußballer zu Silvester mehr den Feierlichkeiten widmete, ist das Laufen und somit diese Laufveranstaltung mittlerweile zu einer guten Gewohnheit in meinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Weihnachtszeit hat für mich immer eine besondere Note, schließlich fällt mein Geburtstag auf den 24. Dezember. Heuer war es noch dazu die 40. Wiederkehr meiner Geburt. Während ich mich in meiner Zeit als Fußballer zu Silvester mehr den Feierlichkeiten widmete, ist das Laufen und somit diese Laufveranstaltung mittlerweile zu einer guten Gewohnheit in meinem Leben geworden. Dieser Lauf gibt mir neben einer netten Abwechslung zum Silvestertrubel auch einen guten Anhaltspunkt über meinen körperlichen Zustand. Da mich die Feierlichkeiten über Weihnachten wieder einmal ein bisschen in Mittleidenschaft gezogen hatten, verkürzte ich mein Vorhaben von 10 auf 5 Kilometer, was den Vorteil hatte, dass ich einen direkten Vergleich zum Vorjahr haben würde. <span id="more-658"></span></p>
<p>Der Wettergott zeigte sich den Silvesterläufern wieder einmal von der gnädigen Seite. Obwohl sich die Sonne 30 Minuten vor dem Start ohne ersichtlichem Grund versteckte, fanden rund 900 Läuferinnen und Läufer bei ca 0 ° C ideale Silvesterlaufbedingungen vor. Im Vorjahr hatte es noch waxe minus 10 Grad gehabt und so gestaltete sich das ganze Unterfangen in diesem Jahr weit aus angenehmer.</p>
<p>Wieder einmal mit etwas Verspätung ging es dann also los, direkt am Mariahilfer Platz am Grieskai &#8211; &#8220;Richtung Bruck und Leoben&#8221;, wie der sweete Moderator meinte. Und wieder einmal stobte die Meute los also ob es kein Morgen mehr geben würde. Vielleicht war es die maue Trainingswoche, vielleicht Routine (ich wäre froh, wenn es das Letztere gewesen wäre), die mich vom allgemeinen Startsprint abhielt und so absolvierte ich meinen ersten Kilometer in unanstrengenden 3:29 Minuten &#8211; eine Sekunde unter meinem Gesamtschnitt. Zu meiner vollsten Zufriedenheit konnte ich ein ausgezeichnetes Körpergefühl wahrnehmen, was sich auch in einem lockeren Schritt bemerkbar machte. Nach ca 1.200 Metern hatte sich dennoch eine deutliche Lücke zur Gruppe vor mir aufgemacht. Ich fand mich ziemlich exponiert &#8211; keine gute Position, schon gar nicht über eine kurze Distanz. Tempomacher wäre nicht schlecht, dachte ich mir. Dieser kam, wie gerufen, alsdann gleich von hinten &#8211; hurtig und flink an mir vorbei spurtend. Gut ausgestattet und deutlich jünger. Idealer Hase, dachte ich mir und hängte mich in dessen Windschatten. Das irritierte ihn sichtlich.</p>
<p>Ein Zwischensprint brachte nur ca fünf Meter Abstand, den ich locker wieder zu lief. Permanente Blicke auf die Uhr, die mehr dem Rückraum als dem Zeitmesser zuzuordnen waren, sagten mir, dass hier ebenfalls zu viel Selbstvertrauen am Werk waren. Nach der Kalvarienbergbrücke auf den ersten Metern des Schwimmschulkai ließ ich ihn dann hinter mir. Er sollte nicht der Einzige bleiben. Einige Läufer vor mir begannen einzubrechen &#8211; deutlich.<br />
Als es dann auf die Herrengasse ging konnte ich das Feld vor mir sehr gut überblicken. Ich hatte ca 60 Sekunden Rückstand auf die Spitzengruppe und etwa die Hälfte auf eine weitere größere Gruppe &#8211; beide jedoch deutlich außer Reichweite.</p>
<p>Vor mir waren immer noch zwei Läufer in unmittelbarer Schlagdistanz. Einer begann auf der Gegengerade Richtung Murgasse zu schwächeln und es war nicht notwendig, noch mehr Speed zu machen, um ihn einzuholen. 300 Meter vor dem Ziel befand sich ein weiterer Läufer nur noch ca 5 Meter vor mir. Jean-Pierre stand vor dem Kunsthaus und feuerte mich an. Während seine Anfeuerungsrufe in der Sackgasse noch deutlich (positive) Wirkung gezeigt hatten, konnte ich mich jetzt nicht mehr überwinden. Ich war an meinem Tageslimit angekommen. Auf Schlusssprint hatte ich keine Lust. Den Kampf Mann gegen Mann habe ich zur Gänze während meiner Fußballkarriere ausgekostet. Im Laufen kann ich mich dazu kaum noch aufraffen. Hätte ich jedoch gewusst, dass es sich um den ersten Platz in der AK M-40 handelte, hätte ich es vielleicht probiert, die fünf Meter oder zwei Sekunden gut zu machen. Aber, wie wir alle nur zu gut wissen: Hätti Wari ist Finne und lebt in Tampere. Über den zweiten Platz in der AK M-40 war ich dann ebenso überrascht wie zufrieden auch wenn die Zeit für mich viel wichtiger war.<br />
<a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/Bild-3-silvesterlauf.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-669" title="Silvesterlauf Graz 2011" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/Bild-3-silvesterlauf.jpg" alt="" width="450" height="300" /></a><br />
War ich über exakt dieselbe Strecke im Jahr 2010 noch in 17:55 Minuten gelaufen, so konnte ich mich 2011 (Garmin zeigte 5,02 km) um ansehnliche 25 Sekunden oder 5 sek/km steigern. Das bedeutete auch eine Verbesserung von fast 15 Sekunden zu den 17:44 min, die ich bei den Akademischen Meisterschaften im Mai auf der Bahn gelaufen war. Für mich war das dann auch der wahre Gradmesser, denn die Platzierung ist doch immer abhängig vom Teilnehmerfeld und dadurch nur ein äußerst relativer Anhaltspunkt.</p>
<p>Somit konnte ich mit einer passablen Leistung über eine kurze Distanz das sehr erfolgreiche Laufjahr 2011 &#8211; mit neuen Bestzeiten über die <a title="Linz Marathon 2011 – blowing in the wind" href="http://www.criscom.at/2011/04/10/linz-marathon-2011-blowing-in-the-wind/">Marathon</a>- und <a title="VCM Winterlaufserie: 2. Testlauf 2011" href="http://www.criscom.at/2011/03/13/vcm-winterlaufserie-2-testlauf-2011/">Halbmarathondistanz</a> und dem <a title="Der zehnte Marathon" href="http://www.criscom.at/2011/10/09/der-zehnte-marathon/">Vizemeistertitel</a> im Teambewerb bei den ÖM im Marathon &#8211; ausklingen lassen, was ich zusammen mit Susi, Jean-Pierre und Bernie Rath mit einigen Bieren auch gebührend feierte.</p>
<p><strong>Endergebnis Silvesterlauf Graz 5 km:</strong></p>
<ol>
<li>Rene Masser 16:13 min</li>
<li>Manuel Sölkner 16:18 min</li>
<li>Philipp Streibl 16:28 min</li>
<li> Paul Stüger 16:52 min</li>
<li>Marcel Baranyai 16:56 min</li>
<li>Thomas Potzinger 17:03 min</li>
<li> Mario Ulz 17:04 min</li>
<li> Steve Pauritsch 17:15 min</li>
<li>Werner Leitner 17:28 min</li>
<li>Christoph Potzinger 17:30 min</li>
<li>Mario Riemer 17:36 min</li>
<li>Alois Harrer 17:41 min</li>
<li>Alexei Zenkov 17:41 min</li>
<li>Andreas Tisch 18:05 min</li>
<li>Wolfgang Rominger 18:15 min</li>
<li>Sebastian Tscheinig 18:36 min</li>
<li>Juan Carlos Furthmaier 18:48 min</li>
<li>Stefan Galler 18:51 min</li>
<li>Wolfgang Holzmeister 18:54 min</li>
<li>Lajos Szalo 18:59 min</li>
</ol>
<p><a href="http://www.smc.co.at/html/newCMS/results/750.pdf">Zur Ergebnisliste&#8230;</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2012%2F01%2F01%2Fsilvesterlauf-graz-2011%2F&amp;title=Silvesterlauf%20Graz%202011" id="wpa2a_14"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der zehnte Marathon</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 19:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[flow]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Schlacht ist geschlagen, der weite Weg gegangen, die zweiundvierzigtausendeinhunderfünfundneunzig Meter überwunden. Die holprige Vorbereitung schien alle Anhaltspunkte in Hitzeflimmern aufzulösen, die hehren Ziele für meinen 10. Marathon in ungewisse Vorgaben zu schmelzen. Nach einem Therapie- und Massagemarathon in der letzten Woche vor dem Lauf, begann mein hitzegebeutelter, ausgebrannter Körper am Mittwoch wieder positive Signale zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1171-bregenz-marathon.png"><img class="alignnone size-full wp-image-632" title="IMG_1171-bregenz-marathon" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1171-bregenz-marathon.png" alt="" width="450" height="300" /></a></p>
<p>Die Schlacht ist geschlagen, der weite Weg gegangen, die zweiundvierzigtausendeinhunderfünfundneunzig Meter überwunden. Die holprige Vorbereitung schien alle Anhaltspunkte in Hitzeflimmern aufzulösen, die hehren Ziele für meinen 10. Marathon in ungewisse Vorgaben zu schmelzen. Nach einem Therapie- und Massagemarathon in der letzten Woche vor dem Lauf, begann mein hitzegebeutelter, ausgebrannter Körper am Mittwoch wieder positive Signale zu geben. Grünes Licht ward also gegeben für vier Mal zwei Kilometer im geplanten Marathonrenntempo. Die vergangenen Wochen muteten an wie eine Art Nachprüfung im Fach “Auf Körpersignale hören und sie verstehen”. Sie waren lehrreich genug, um nach diesem Probelauf schnell zu erkennen, was in Bregenz möglich sein würde.</p>
<p>Die Metapher mit dem Aufbruch ins Ungewisse erschien in diesem Lichte völlig<span id="more-629"></span> unangemessen. Selten war mir so klar, was gehen würde und was nicht. Diese Erkenntnis brachte eine ungemeine Erleichterung mit sich und mit ihr eine unbeschwerte Lockerheit und eine selbstbewusste Gelassenheit. Meine ehrgeizigen Ziele hatte ich ohnehin längst ziehen lassen und so hatte ich nichts mehr zu verlieren und alles zu gewinnen. Ich wusste was zu tun war: durchkommen und einen Beitrag zum Teamerfolg leisten.</p>
<p>Diese Haltung und Gemütslage beschleunigten meine Erholung ungemein. Als ich nach neuen Stunden im Zug in Hohenems ankam, schlüpfte ich sogleich in die Laufschuhe und los ging’s spritzig wie schon seit Wochen nicht mehr.</p>
<p>Die Qualität meines Schlafes vor einem Marathon war wie immer schlecht, aber auch das konnte meiner Ruhe und Überzeugung wenig antun. Natürlich spürte ich eine Anspannung. 42,2 KM sind eine Herausforderung. Geist und Körper wissen das am Tag vor dem großen langen Lauf. Aber sie gaben mir auch jene Signale, die mir sagten, dass es ein gutes Rennen für mich werden könnte. Dabei hätte mein Verstand mehr als genug Gründe dafür finden können, dass der Sonntag in einem Fiasko enden würde. Immerhin blickte ich auf die schlechteste Vorbereitung meiner fünfjährigen Marathonkarriere zurück.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6065-bregenz-marathon.png"><img class="alignnone size-full wp-image-637" title="CIMG6065-bregenz-marathon" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6065-bregenz-marathon.png" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Zum Glück ist <em>alles</em> nur eine Frage der Perspektive und so wie man das eine denken und sich plausibel und rational erklären kann so kann man das auch mit dem genauen Gegenteil. Nicht, dass ich mich groß bemühen oder Mentaltraining machen musste, diese Haltung war einfach da, eingebrannt durch die Erfahrungen der letzten verzweifelten Trainingswochen.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6075-bregenz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6075-bregenz-marathon.png" alt="" title="CIMG6075-bregenz-marathon" width="450" height="337" class="alignnone size-full wp-image-638" /></a></p>
<p>Da der Marathon erst um 11:11 Uhr startete, gestaltete sich der Sonntag Morgen ungewohnt gemütlich. Wir konnten bis 7 Uhr schlafen, ohne Zeitdruck frühstücken und die Reise nach Lindau mit dem Zug mit einem komfortablen Zeitpuffer in Angriff nehmen.</p>
<p>Das Wichtigste am Renntag ist für mich die Ernährung. Ich halte mich an einen strickten Zeitplan der Nahrungsaufnahme, um mit vollen Depots und möglichst geleertem Darm an den Start gehen zu können. Mit jedem gelaufenen Marathon ist mir klarer geworden, dass ich mir mit einer überlegten Nahrungsaufnahme das Marathonleben ungemein erleichtern konnte. Der Verzicht auf Kaffee, um Koffein aus zu leiten und auf die Aufnahme von Zucker hatten mir sehr gut getan &#8211; hier konnte ich sehr von der Ernährungsberatung meiner Frau Sylvia profitieren. So stieg ich physisch und psychisch ziemlich unbelastet in den Starblock.</p>
<p>Ich hatte mir eine konservative Strategie zurecht gelegt. Die ersten 28 Kilometer wollte ich möglichst gut überstehen, um vielleicht auf den letzten 14 Kilometern noch etwas Gas zu geben.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6094-bregenz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6094-bregenz-marathon.png" alt="" title="CIMG6094-bregenz-marathon" width="450" height="337" class="alignnone size-full wp-image-639" /></a></p>
<p>Der Start zum Bregenz Marathon befindet sich auf der wunderschönen Insel Lindau. Der hartnäckige Hochnebel gab pünktlich zum Start der kräftigen Herbstsonne soviel Raum zur Entfaltung, so dass der Start zu den Österreichischen Marathonmeisterschaften in herrlicher Herbstkullisse erfolgen konnte.</p>
<p>Mit dem Startschuss überwindet die nervöse Menge die ersten Meter als wäre der Teufel hinter ihr her &#8211; die meisten viel zu schnell. Ich halte mich zurück, den ersten Kilometer stoppe ich trotzdem mit 3:49 Minuten. Das erste Viertel dieses Laufs durch drei Länder führt entlang der Uferpromenade des Bodensees in Richtung Bregenz. Die vielen schattenspendenden Bäume lassen vergessen, dass die Sonne die Oberhand behalten und mit der letzten vom Sommer übrig gebliebenen Energie die Luft erwärmt.</p>
<p>Nach drei Kilometern pendelt sich mein Kilometerschnitt zwischen 4:00  und 4:03 min/km ein. Vor mir tauchen Roman Weger und Sylvie Tramoy auf. Weger, österreichischer Staatsmeister aus dem Jahr 2010, macht den Tempomacher für seine Mannschaftskollegin, das ist nicht zu übersehen. Ich erkenne sofort die glückliche Fügung. Dieser Profi würde einen professionell gezeiteten Marathon laufen &#8211; mein Gespür sollte mich nicht trügen.  Ich reihte mich hinter den beiden ein. Das von Roman angeschlagene Tempo könnte vielleicht ein, zwei Sekunden schneller sein, aber ich habe keinen Grund zur Eile. Auf den frühen Kilometern eines Marathons zählt nur eines: Geduld. Wer sich hier von seiner Spritzigkeit verführen lässt, läuft Gefahr für seine Unbekümmertheit bitter zu bezahlen &#8211; spätestens auf den letzen sieben Kilometern.</p>
<p>Romen läuft wie ein Uhrwerk Kilometerzeiten von vier Minuten drei Sekunden. Ich stoppe jeden absolvierten Kilometer und weiß, dass ich mir um das Tempo keine Sorgen machen muss &#8211; und sage mir, dass ich ich auch noch bei Kilometer 28 schneller werden kann. Mein Puls schwankt zwischen 152 und 153 Schlägen in der Minute. Er bewegt sich nur langsam rauf. Damit stellt sich noch mehr Zuversicht ein.</p>
<p>Kurz vor dem Viertelmarathon erwartet uns ein ganz besonderer Höhepunkt: wir laufen direkt über die Bregenzer Seebühne. Ich habe ungefähr 20 Sekunden Zeit das Bühnenbild zu betrachten &#8211; ein eindrücklicher Augenblick. Dann heißt es wieder konzentriert zu sein, denn die Strecke ist in diesem Abschnitt sehr eng und kurvig. Der Sonneneinstrahlung beuge ich mit ausgiebigen Wasserduschen vor. Bei jedem der Verpflegungsstände gieße ich mir ein bis zwei Becher Wasser über den Kopf. Eigenverpflegung nehme ich zum ersten Mal bei Kilometer 10 auf: 500 ml Enervit mit einem Löffel AM Sport. Damit komme ich locker über die nächsten fünf Kilometer. Weiter geht es entlang des Bodensees in Richtung Süden nach Hard. Kurz nach dem Halbmarathon, den ich in 1:25:25 Std absolviere, überqueren wir die Grenze bei St. Margarethen. Roman Weger zieht das Tempo merklich an. Wir werden die nächsten zehn Kilometer zwischen 3:55 und 4.00 min pro Kilometer zurücklegen. Aus unserer Gruppe bleiben nur noch Roman, Sylvie und ich übrig. Der Rest fällt ab.</p>
<p>Ich befinde mich zum ersten Mal in der Schweiz. Anfangs grüßt uns noch eine größere Kuhglocken schwenkende Fangruppe. Das Zuschauerinteresse in der Schweiz hält sich fortan jedoch in Grenzen. Den Großteil der nächsten 15 Kilometer laufen wir durch menschenleere Straße. Nach einer schwierigen serpentinenartigen Passage bei Kilometer 29 erreichen wir den Rhein-Kanal, auf dessen Damm es zurück in Richtung Bregenz geht.</p>
<p>Die Wetterverhältnisse haben sich seit wir in der Schweiz unterwegs sind markant geändert. Der Hochnebel hat den Himmel zurückerobert und in Abwesenheit der Sonne ist es merklich kühler geworden. Entlang des Rhein-Kanals bläst uns unangenehmer Gegenwind ins Gesicht. Ich möchte in unserer Gruppe einen Beitrag leisten und stelle mich in den Wind. Wir holen die an vierter Stelle liegende Dame ein und kurz vor Kilometer 31 schlucken wir auch die viel zu schnell gestartete Karin Freitag von Kolland Topsports. Auf den letzten 10 Kilometern wird sie mehr als vier Minuten auf uns verlieren.</p>
<p>Wir erreichen wieder jene Brücke über den Rhein, die wir auf dem Weg in die Schweiz überqueren mussten, und treffen hier auf uns entgegenkommende Läufer. Die Laufrichtungen sind nicht mit Markierungshütchen markiert. Manche langsamere Läufer und Walker kommen uns auf unserer Seite entgegen oder gehen nebeneinander, sodass es immer wieder eng und schwierig wird, durchzukommen. Ich bemerke, dass mir die Rhein-Passage sehr viel Substanz gekostet hat. In meinem linken Oberschenkel kündigt sich eine Verhärtung an. Ich pflege sie mit Salztabletten und einem zweiten Gel &#8211; das erste hatte ich bei der Halbmarathondistanz genommen. Das Gel bekomme ich fast nicht hinunter, falle etwas zurück, kämpfe mich wieder zurück. Bei Kilometer 35 geht es mir wieder gut, und ich versuche, aus der Gruppe wegzukommen. Schnell wird mir klar, dass die Temposteigerung zu den weniger guten Ideen des Tages gehört und so bin ich die nächsten Kilometer damit beschäftigt, den Anschluss an meine Gruppe zu halten.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1041-bregenz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1041-bregenz-marathon.png" alt="" title="IMG_1041-bregenz-marathon" width="450" height="308" class="alignnone size-full wp-image-643" /></a></p>
<p>Ich laufe ca 15 Meter hinter Weger und Tramoy als wir die 40 KM Marke und die Zeitnehmungsmatten passieren. Ich höre, wie die Matten piepsen als meine Vorläufer sie passieren. Nun bin ich an der Reihe. Ich laufe über die Matte. Das Piepsen bleibt aus. Ich blicke nach unten  und sehe keine Startnummer. Ich verschiebe das Startnummernband &#8211; die Startnummer befindet sich vielleicht auf der Hinterseite meines Körpers. Aber da ist nichts. Natürlich nicht, denn sonst hätte es gepiepst. Es ist Gewissheit: Ich habe meine Startnummer verloren. Ich rufe nach vor zum Begleitradfahrer der drittschnellsten Dame. Er lässt sich zu mir zurückfallen und ich bitte ihn nach hinten zu fahren, um meine Nummer zu suchen. Ich bin nämlich überzeugt, dass ich sie zwischen Kilometer 35 und 40 verloren habe. Während er so freundlich ist, und zurück fährt, laufe ich wieder zu meinen zwei Begleitern auf. Gemeinsam nähern wir uns dem Casino Bregenz Stadion. Plötzlich ist der Begleitfahrer wieder da &#8211; mit schlechten Nachrichten, denn er hat meine Startnummer nicht gefunden. Wenn so etwas nach 41 gelaufenen Marathonkilometern möglich sein kann, dann versetzt mich seine Nachricht in einen Schockzustand. Während ich weiterlaufe, suche ich nach Lösungen und brenne mir eine Überzeugung in mein Bewusstsein: Es kann einfach nicht sein, dass ich nicht gewertet werde. Wir laufen ins Stadion ein, noch 250 Meter. Nach Schlusssprint ist mir nicht zumute. Priorität haben jetzt nicht mehr die zehn durch einen guten Schlusssprint gewonnen Sekunden oder eine Rang-Verbesserung, ich will nur noch eines: gewertet werden.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1068-bregenz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1068-bregenz-marathon.png" alt="" title="IMG_1068-bregenz-marathon" width="450" height="199" class="alignnone size-full wp-image-642" /></a></p>
<p>In 2:50:49 Std überquere ich die Ziellinie, mit einem negativen Split &#8211; den zweiten Halbmarathon bin ich in 1:25:24 Stunden gelaufen. Im Moment ist mir das jedoch vollkommen egal. Ich gehe sofort zum Wettkampfrichter und erkläre ihm was passiert ist. Roman Weger, mit dem ich den gesamten Marathon gelaufen bin, und der Begleitfahrer bestätigen mein Malheur. Der Wettkampfrichter nimmt mich ins Klassement auf.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1110-bregenz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1110-bregenz-marathon.png" alt="" title="IMG_1110-bregenz-marathon" width="450" height="300" class="alignnone size-full wp-image-644" /></a></p>
<p>Zusammen mit Vinzenz Kumpusch, der mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:31:16 Std auf den vierten Gesamtrang gelaufen war und in der AK-M35 den Vize-Staatsmeistertitel errang, und mit Christian Kleineberg, mit 2:46:01 Std etwas unter seinen Erwartungen geblieben, trank ich gleich mal auf den Schock ein Erdinger Alkoholfrei. Jetzt hieß es warten auf die Siegerehrung, denn wir wussten, dass einige Topteams, wie Kolland Topsports und CLUB Laufimpuls Salzburg, nur zwei Läufer ins Ziel gebracht hatten. Unsere Chancen auf einen Stockerlplatz waren plötzlich enorm gestiegen.</p>
<p>Als die Siegerehrung begann, forderte mich Christian auf, nochmals zu prüfen, ob meine Wertung wirklich akzeptiert wurde. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Zeitnehmung und trafen dort jenen Wettkampfrichter, der meine Zeit aufgenommen hatte. Er begrüßte uns mit einer Hiobsbotschaft. Meine Zeit war abgelehnt und aus der Wertung genommen worden.</p>
<p>Diese Entscheidung hatte der Präsident des ÖLV getroffen. Er war das Organ mit der letzten Entscheidungsgewalt. Ihn hatten wir schnell gefunden und schilderten ihm nochmals die Situation. Er war gesprächsbereit. Wir prüften meine Kilometerzeiten bei der Zeitnehmung. Es stellte sich heraus, dass meine letzte offizielle Zwischenzeit von Kilometer 15 stammte. Ein neuer Schock.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1102-bregenz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1102-bregenz-marathon.png" alt="" title="IMG_1102-bregenz-marathon" width="450" height="320" class="alignnone size-full wp-image-645" /></a></p>
<p>Glücklicher Weise hatte ich jeden passierten Kilometer händisch gestoppt. Meine Kilometerzeiten wurden akribisch unter die Lupe genommen, mit den Zwischenzeiten von Roman Weger verglichen und schließlich meine Zeit akzeptiert. Ich wurde wieder ins Klassement aufgenommen. Für die Teamwertung bedeutete das den Vize-Staatsmeistertitel im Marathonin 8 Stunden 8 Minuten.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1194-siegerehrung.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1194-siegerehrung.png" alt="" title="IMG_1194-siegerehrung" width="450" height="300" class="alignnone size-full wp-image-646" /></a></p>
<p>Überglücklich stieg ich bei der Siegerehrung auf das Podest. Ein Pech und Pannen Marathon hatte ein glückliches Ende genommen.</p>
<p>Zusammen mit Lorenz Kumpusch, der uns nicht nur nach Bregenz begleitet sondernd uns auch beim Marathon und auch als Sponsor unterstützt hatte, und Heidrun Engl feierten wir unseren Erfolg bei einem exzellenten Abendessen im Gasthof Adler in Hohenems und ließen den Abend mit anregenden (Lauf-)Gesprächen und dem einen oder anderen Fohrenburger ausklingen. Soviel auch bei diesem Marathon schief gegangen war &#8211; Vinzenz&#8217; Schuhband Problem und die falsch genommene Abzweigung, die verlorene Startnummer, um nur die prominentesten Missgeschicke zu nennen -; wir hatten unser großes Ziel erreichen können indem wir auf das Podest gelaufen waren. Damit stellte sich eine große, allseits spürbare Erleichterung ein, vor allem auch eine Dankbarkeit für alle die uns in der anstrengenden Vorbereitungsphase unterstützt hatten, allen voran für unsere Partnerinnen &#8211; danke Sylvia für Dein konstruktives Feedback, Deine Geduld und Dein Verständnis &#8211; die so oft auf uns verzichten mussten, während wir draußen in der sengenden August- und Septemberhitze die Kilometer vom Asphalt leckten; aber auch Dankbarkeit für unseren Körper, ohne deren Einverständnis eine solche Anstrengung niemals möglich gewesen wäre! Ich denke, ein jeder von uns, einige bewusster, einige unbewusster, sagten still und leise einfach Danke!</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6030-graz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/CIMG6030-graz-marathon.png" alt="" title="CIMG6030-graz-marathon" width="450" height="337" class="alignnone size-full wp-image-647" /></a></p>
<p>Ganz besonders möchte ich mich hier nochmals im Namen aller bei Heidrun bedanken. Sie gewährte uns Unterkunft in ihrem bescheidenem Heim, und fuhr uns zu allen wichtigen Terminen und Plätzen. Sie erleichterte unsere Marathonvorbereitung enorm und schoss noch dazu einige tolle Bilder. Im Namen des ganzen Teams: Ein großes Dankeschön, Heidrun, es war einfach Spitze bei Dir!</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1106-bregenz-marathon.png"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/IMG_1106-bregenz-marathon.png" alt="" title="IMG_1106-bregenz-marathon" width="450" height="365" class="alignnone size-full wp-image-648" /></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2011%2F10%2F09%2Fder-zehnte-marathon%2F&amp;title=Der%20zehnte%20Marathon" id="wpa2a_16"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vor meinem 10. Marathon</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 09:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[flow]]></category>
		<category><![CDATA[running]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich 2006 mit Sylvia nach Graz zog, war mein großes Ziel, einmal einen Marathon zu laufen. Am Sonntag, 2. Oktober 2011, werde ich, wenn nichts mehr dazwischen kommt, meinen 10. Marathon laufen. Nach meinem krampfgeprägten Debüt im Frühjahr 2007 in Wien in 3 Stunden 16 Minuten 51 Sekunden, konnte ich meine Marathonbestleistung in diesem Frühjahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich 2006 mit Sylvia nach Graz zog, war mein großes Ziel, einmal einen Marathon zu laufen. Am Sonntag, 2. Oktober 2011, werde ich, wenn nichts mehr dazwischen kommt, meinen 10. Marathon laufen. Nach meinem krampfgeprägten Debüt im Frühjahr 2007 in Wien in 3 Stunden 16 Minuten 51 Sekunden, konnte ich meine Marathonbestleistung in diesem Frühjahr auf 2 Stunden 46 Minuten und 32 Sekunden verbessern. Diese Verbesserung von einer halben Stunde ist Resultat unzähliger Trainingskilometer und war alles andere als eine kontinuierliche Vorwärtsentwicklung. Scheinbare Rückschritte und Verletzungen stellten sich im Nachhinein als wichtige Schritte für eine neue Bestzeit heraus. Ich denke, wer in jedem Marathon eine Bestzeit laufen möchte, läuft nicht viele Marathons. Es geht darum die Vorbereitung und das Rennen in einem größeren Zusammenhang als Voraussetzung für zukünftige Spitzenleistungen zu sehen. So ist es auch leichter in schwierigen Phasen motiviert zu bleiben.</p>
<p>Wie im Leben so geht es auch beim Laufen mehr um <span id="more-624"></span>die Erfahrung als um das Wissen. Wissen tun wir so viel, aber das ist uns zu wenig, wir wollen es auch erfahren. Seit einem Jahr trainiere ich nach den Plänen von Peter Greif. Nachdem der Einstieg in das harte Greif Training mit zwei Bestzeiten (2:48:32 Std im Oktober 2010 beim LCC Herbstmarathon und 2:48:30 Std im April 2011 beim Linz Marathon) belohnt wurde, wollte ich diesen Trend auch für die Österreichischen Marathonmeisterschaften in Bregenz fortsetzen und setzte mir eine Zeit nahe der 2:40 Stunden-Grenze zum Ziel. Gleichzeitig schraubte ich mein Trainingspensum nochmals um 10 bis 15 Prozent in die Höhe. Das gesamte Sommertraining wurde somit zu einem ständigen Flirt mit meinen Grenzen. Vor allem die hohen Temperaturen Ende August und im September machten mein Training zu einer steten Gradwanderung. Obwohl ich mir dessen bewusst zu sein schien, setzte Ende August eine wohl auf die einsetzende Müdigkeit zurückzuführende Nachlässigkeit in der Regeneration und Ernährung ein.</p>
<p>Der Sprung auf eine neue Intensitätsebene brachte neben vorher unbekannten Anstrengungen auch andere neue Nebenwirkungen hervor, mit denen ich erst lernen musste, umzugehen. Die kritische Phase trat mit dem Stainzer Halbmarathon, am 2. September 2011, ein. Bei 30 °C und mit 150 Höhenmeter musste ich dort an meine Grenzen gehen und erreichte dort auch eine durchaus passable Endzeit von knapp unter 1:20 Stunden mit einem dritten Rang in meiner Altersgruppe. Nach einem Rennen werden die Konsequenzen der großen Anstrengung erst an den nächsten Tagen &#8211; meistens am übernächsten &#8211; so richtig spürbar. Der Greif Plan sah aber bereits am Mittwoch eine Neuauflage des Halbmarathons vor, 18 km in 3:49 min/km, und ließ somit nur wenig Zeit zur Regeneration. An diesem Mittwoch stiegen die Temperaturen wieder an die 30 °C und aufgrund von terminlichen Verpflichtungen war ich genötigt, bereits um 16:15 Uhr auf die Laufbahn zu gehen. Der Tempolauf wurde zum Fiasko. Ich musste nach nur 10 KM völlig erschöpft aufgeben. Diese Einheit hätte ich mit einem stärkeren Fokus auf meinen Körper wohl gestrichen, aber das Gebot der Stunde war die strikte Einhaltung des Greif-Planes. Trotz der nachträglichen Konsequenzen für meine Marathonvorbereitung, denke ich, dass diese Einheit eine wichtige Erfahrung für mich war. So wie es nichts bringt, planlos zu trainieren, bringt es nichts die Planeinhaltung zu erzwingen. Mein Körper, wenn ich auf ihn höre, sagt mir genau, was ich laufen soll. Der Plan sollte ein Leitfaden sein, der Körper die Dosis bestimmen. Das schreib ich mir jedenfalls groß ins Stammbuch.</p>
<p>Nachdem ich in Folge unter Erschöpfungszuständen zu leiden begann, tageweise Einheiten auslassen musste, startete ich ein intensives Regenerationsprogramm mit Massagen, unter anderem bei Leo Winter, Akupunktur, bei Dr Peter Sattler &#8211; einfach genial -, und einem Besuch bei einer Chinesischen Medizinerin, Dr. Sui. Letztere diagnostizierte einen Infekt und damit verbundene Entzündungsherde in meinem Körper, welche der Grund für den hohen Schweißverlust und die Erschöpfungszustände waren. Ich bekam eine fructosefreie Diät verschrieben und darf einen Tee aus einem Kräutergemisch trinken. Ziel ist es die Hitze auszuleiten und die Entzündungsherde zu löschen.</p>
<p>Mein Körpergefühl hat sich in der Woche vor dem Marathon sehr gebessert, die Trainingseinheiten sind wieder zufriedenstellend verlaufen und ich hatte wieder Lust und Laune auf&#8217;s Laufen bekommen. Mein Körper gibt  wieder grünes Licht zu geben. Großartig unterstützt hat mich in dieser Zeit auch Sylvia mit Cranio-Therapien, Ernährungsberatung, großartigen Mahlzeiten und vor allem viel Geduld! Ein großes Dankeschön dafür!</p>
<p>Meine Ziele für den Bregenz Marathon habe ich längst los gelassen und gehe ziemlich gelassen in diesen Marathon. Ich laufe im Team mit Vinzenz Kumpusch und Christian Kleineberg und es ist vor allem dieser Teamgedanke, der mir den Start ermöglicht. Wäre ich alleine am Start gewesen, ich hätte wohl abgesagt.</p>
<p>Dr Peter Sattler sagte mir: &#8220;Es gibt kein Absagen, natürlich läufst Du den Marathon.&#8221; Damit hat er Recht, denn dieser Marathon kann ein wichtiger Schritt sein in Richtung meines nächsten großen Ziels. Und eine großartige Erfahrung werden diese 42.195 Meter in jedem Falle werden &#8211; meine zehnten!</p>
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		<title>Schilcherlauf 2011 &#8211; Schilcherhalbe</title>
		<link>http://www.criscom.at/2011/09/11/schilcherlauf-2011-schilcherhalbe/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 17:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[running]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach drei harten Vorbereitungswochen und rund 620 Laufkilometern im Monat August stand als Test für den Marathon in Bregenz Halbmarathon beim Schilcherlauf in Stainz am 03. September 2011 am Trainingsprogramm. Als Abschluss der Regenerationswoche sollte dieser Lauf einen Anhaltspunkt über die gegenwärtige Form und den Trainingsfortschritt geben. Dabei wird in der Trainingswoche vor dem Halbmarathon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/Bild_2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-613" title="Running Team Stefflhof Adventures" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/Bild_2.jpg" alt="" width="448" height="300" /></a><br />
Nach drei harten Vorbereitungswochen und rund 620 Laufkilometern im Monat August stand als Test für den Marathon in Bregenz Halbmarathon beim <a href="http://www.schilcherlauf.at/">Schilcherlauf in Stainz</a> am 03. September 2011 am Trainingsprogramm. Als Abschluss der Regenerationswoche sollte dieser Lauf einen Anhaltspunkt über die gegenwärtige Form und den Trainingsfortschritt geben. Dabei wird in der Trainingswoche vor dem Halbmarathon die Trainingsintensität deutlich reduziert. Während ich in den drei vorangegangenen Wochen im Schnitt 145 Kilometer gelaufen war, kam ich in der Entlastungswoche inklusive Schilcher-Halbmarathon auf knappe 100 Kilometer. Montags und Mittwochs wird mit Intervallläufen das geplante Halbmarathon-Tempo geübt, Donnerstag und Freitag stehen nur noch ruhige und kurze Regenerationsläufe am Programm. Samstag früh vor dem Wettkampf werden noch zwei mittelschnelle Kilometer gelaufen, um den Muskeltonus zu heben und den Organismus auf die nachmittägliche Herausforderung vorzubereiten. Diese Vorbereitungsroutine garantiert im Normalfall super schnelle Beine. Bei Normalbedingungen ist auch eine persönliche Bestzeitkeine Seltenheit. <span id="more-612"></span></p>
<p>Die Vorbereitung bis zum Schilcherlauf war sehr gut verlaufen, obwohl das Lauftraining ob des heißen Altweibersommers Ende August und Anfang September eine größere Herausforderung war als sonst. Auch am Tag des Schilcherlaufes gab es Hochsommerwetter &#8211; strahlender Sonnenschein und 30 °C. Für mich sind das alles andere als Idealbedingungen. Immerhin konnte ich meinen Körper im Laufe des Sommers gut an die hohen Temperaturen gewöhnen. Mit regelmäßigen, eiskalten Duschen war ich mittlerweile in der Lage, auch Tempoläufe bei Temperaturen über 20 °C zu absolvieren. Der Schilcherhalbe, das war mir beim Blick auf die Wetterkarten klar, würde ein richtiger Test meiner Hitzebeständigkeit werden. Mit einer eiskalten mehrminütigen Dusche vor der Abfahrt nach Stainz kühlte ich meinen Körper noch einmal so richtig &#8220;runter&#8221;. Gegessen hatte ich nur ein ordentliches Frühstück, um sicher zu stellen, dass ich meinen Organismus so wenig wie möglich mit zusätzlichen Aufgaben belaste. Die notwendigen Kohlehydrate holte ich mir mit Getränken und einem Gel.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4323.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-615" title="Running Team Schilcherlauf" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4323.jpg" alt="" width="448" height="336" /></a></p>
<p>Zusammen mit Vinz Kumpusch und Christian Kleineberg aus unserem Stefflhof Running Team lief ich mich ein paar Schritte ein und bemerkte gleich, dass die erhoffte Spitzigkeit da war. Das machte mich ob der heißen Temperaturen und der 40 Höhenmeter pro 5,25 Kilometer Runde zuversichtlich. Noch dazu erklärte sich Vinz&#8217; Bruder Lorenz bereit, uns mit Getränken zu versorgen. Zusätzlich zu ein paar Flaschen Enervit reichte ich Lorenz tiefgekühltes Leitungswasser in Flaschen zur Abkühlung.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4330.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-617" title="DSCF4330" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4330.jpg" alt="" width="448" height="336" /></a></p>
<p>Der Start zu dieser toll organisierten Laufveranstaltung mit langer Tradition war 17:00 Uhr am Hauptplatz Stainz vor einer großen Zuschauerkulisse. Die Stimmung war beeindruckend und jedesmal auf meinen vier Runden über den Hauptplatz lief es mir kalt über den Rücken &#8211; ein geniales Gefühl. Im letzten Moment gesellten sich noch die kenianischen Laufprofis von der Hebalm zum Starterfeld, ein Umstand der nicht nur in unserem Team immer kritischer gesehen wird. Wenn schon Profis am Start sind, dann sollten sie in einer eigenen Klasse gewertet werden.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4332.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-622" title="DSCF4332" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4332.jpg" alt="" width="448" height="336" /></a><br />
Wie üblich war das Tempo auf den ersten Kilometern nach dem Startschuss sehr hoch. Aufgrund der schwierigen Strecke und der hohen Temperaturen hatte ich mir vorgenommen, nicht zu schnell zu beginnen, aber selbst mit diesem Vorhaben legte ich den ersten Kilometer in 3:30 Minuten zurück, acht Sekunden schneller als mein geplantes Zieltempo. Der über 2,5 Kilometer führende Anstieg bereitete auf der ersten von vier Runden natürlich noch keinerlei Probleme. Oben angekommen geht es ca 500 Meter auf kupiertem Gelände dahin, um nach einer Spitzkehre abschüssig zurück ins Ortszentrum zu führen. So schwer ich mir auf Bergaufpassagen tue, so sehr liegen mir abschüssige Streckenteile. Nach drei Kilometer überholte ich einige Läufer, darunter auch ambitionierte Läufer, die nur den Viertelmarathon liefen, und schloss zur führenden Dame aus Kenia auf. Einige Schritte vor ihr komplettierte ich die ersten 5,25 Kilometern in 19:11 Minuten. Ich fühlte mich sehr gut und nahm motiviert den zweiten Anstieg in Angriff. Dort verlor ich wieder kontinuierlich auf die Kenianerin, um meinen Rückstand auf den letzten 2 Bergabkilometern wieder aufzuholen. Beim dritten Anstieg kam dann leider der Einbruch. Ich musste der Hitze und dem etwas zu hohen Tempo Tribut zahlen und verlor den Anschluss an die schnelle Dame. Oben angekommen merkte ich, dass ich ziemlich angeschlagen war. Während ich Runde zwei noch in annehmbaren 19:50 Minuten gelaufen war, fiel ich auf der dritten Runde um weitere 30 Sekunden zurück.</p>
<p><a href="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/Bild.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-619" title="Bild" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/Bild.jpg" alt="" width="448" height="336" /></a></p>
<p>Die vierte Runde sollte kein Vergnügen werden. Am Anfang des Anstiegs verlor ich einen Platz &#8211; alles andere als motivationsfördern. Immerhin versuchte ich, an dem Läufer dran zu bleiben und kam so besser über den Anstieg als erwartet. Auf den letzten zweieinhalb Kilometern ging es darum, eine Zeit unter 1:20 Stunden ins Ziel zu bringen und meinen Platz zu halten. Ich wusste, dass es knapp werden würde und konnte schließlich auf den letzten 150 Metern meinen Körper doch zu einem Schlusssprint überreden. In 1:19:56 Stunden und als Gesamtzwölfter lief ich über die Ziellinie, anfangs ziemlich enttäuscht über meine Zeit. Ich war um mehr als 120 Sekunden über meiner Zielzeit geblieben. Die Höhenmeter des Kurses und die Temperaturen trugen aber dann doch einiges zur Relativierung meiner Enttäuschung bei, die dann vollends verflogen war, als ich als 3. der Altersklasse M-40 überraschend zur Siegerehrung gerufen wurde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-620" title="DSCF4344" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4344.jpg" alt="" width="448" height="336" /></p>
<p>Meinen zwei Lauffreunden war es im Vergleich zu mir besser ergangen. Vinzenz Kumpusch lief in 1:13:01 Stunden eine neue persönliche Bestzeit, gewann die AK M-30 und war bester Nicht-Kenianer. Christian Kleineberg lief ebenfalls ein starkes Rennen und wurde mit 1:16:10 Stunden Siebenter in der Gesamtwertung und Vierter in der AK M-30.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-618" title="DSCF4338" src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/DSCF4338.jpg" alt="" width="448" height="336" /></p>
<p>Für die Österreichischen Staatsmeisterschaften in Bregenz stimmen diese Ergebnisse durchaus positiv. Entscheidend in den nächsten Tagen und Wochen wird es sein, mit den hohen Temperaturen angemessen umzugehen. In der Woche nach dem Schilcherlauf hat sich gezeigt, dass vorallem die Tempoeinheiten bei hohen Temperaturen eine Gradwanderung sind, wo der Schuss leicht nach hinten los gehen kann.</p>
<p><a href="http://results1.pentek-timing.at/results/show_results_db.php?veranstnr=11684&amp;racenr=6">Hier geht es zur Ergebnisliste &#8230;</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.criscom.at%2F2011%2F09%2F11%2Fschilcherlauf-2011-schilcherhalbe%2F&amp;title=Schilcherlauf%202011%20%26%238211%3B%20Schilcherhalbe" id="wpa2a_20"><img src="http://www.criscom.at/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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