VCM Winterlaufserie – erster Test


So gute Trainingsbedingungen wie zu Beginn dieses Jahres hat es wohl noch nie gegeben. Durchwegs schnee- und eisfreie Straßen und Wege bei teils herrlichem Sonnenschein machten die ersten Trainingstage des neuen Jahres zum wahren Vergnügen. Bereits im Dezember war es mir möglich, einige sehr gute Grundlageneinheiten über 40 km zu absolvieren. Diesen Rhythmus konnte ich mit in den Jänner nehmen und weitere drei Einheiten über 40 km runter spulen, gespickt mit einer giftigen Endbeschleunigung auf den letzten 15 bis 12 Kilometern.
Für die Vorbereitung auf den VCM in Wien habe ich mir heuer schon sehr früh Wettkämpfe ins Trainingsprogramm geschrieben. Sie sollen die wöchtentlichen Tempoläufe über 18 km ergänzen und die nötige Tempohärte bringen.

Am 22.01.2012 stand der erste Halbmarathon Wettbewerb im Rahmen der Vienna City Marathon Winterlaufserie am Programm. Bei ungemütlichen Bedingungen fanden sich mehr als 800 Läufer im Wiener Prater ein, um die drei zur Auswahl stehenden Distanzen über 7, 14, und 21 km zu absolvieren. Ich hatte aufgrund der guten Trainingsleistungen einiges vor und dementsprechend ambitioniert begann ich das Rennen. Nach rund 1,5 km fand ich mich in einer flott laufenden Gruppe wider. Auch wenn das Tempo im niederen 3:40er Bereich für meine Verhältnisse etwas zu schnell schien, versuchte ich dran zu bleiben. Vor allem auch, weil der Wind nach ca drei Kilometern auffrischte. Die Läufer vor mir schirmten mich zwar etwas ab, aber ich spürte, dass Tempo und Verhältnisse an die Substanz gingen. Am Ende der ersten Runde war mir klar, dass ich ein zu hohes Tempo angeschlagen hatte. Nach acht Kilometern musste ich dann endgültig abreißen lassen und stand somit auf den nächsten vier Kilometern voll im Wind. Es war das eine schwierige Situation. Das Tempo ging um mehr als 20 Sekunden pro Kilometer zurück. Frust machte sich breit. Jetzt war Wille gefragt. Den Gedanken, nach 2 Runden aufzuhören, konnte ich zum Glück ins Nirgendwo ablenken. Mit dem Wind im Rücken auf das Ende der zweiten Runde zulaufend, konnte ich mich etwas erholen und so noch eine recht passable 3. Runde laufen.

Die Verhältnisse waren an diesem Wochenende alles andere als angenehm, und genau deshalb, glaube ich, dass das eine wichtige Trainingseinheit für mich war – physisch und mental.
Den Lauf konnte ich sehr gut verkraften und werde Mitte der Woche wieder in den regulären Trainingsplan einsteigen. Am 19. Februar steht der nächste Halbmarathontest auf dem Programm.

Das Ergebnis:
1:22:41 Std / 3:55 min/Km / 15.31 km/h / pos 10 / AK-M40 pos 2
1. Runde in 26:12 min
2. Runde in 28:05 min
3. Runde in 28:05 min

zu den Resultaten auf Pentek …

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